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Glaube und Vernunft...

sind wie die beiden Flügel, mit denen sich der menschliche Geist zur Betrachtung der Wahrheit erhebt. Das Streben, die Wahrheit zu erkennen und letztlich ihn selbst zu erkennen, hat Gott dem Menschen ins Herz gesenkt (...)“ (aus: Enzyklika FIDES ET RATIO, 1)

Glaube und Vernunft widersprechen sich demnach nicht. Mit Thomas von Aquin sucht der Glaube die Vernunft und vertraut auf sie. Der Glaube setzt die Vernunft wiederum voraus und vollendet sie (vgl. ebd., 43).

Die Wahrheit in unserem Leben und letztlich Gott zu suchen ist möglich - mit eben diesen beiden Flügeln, die uns dazu geschenkt sind: Glaube und Vernunft.

Es ist aber auch Herausforderung: „´Der Glaube sucht zu verstehen´ (Anselm, prosl. prooem.). Wer wirklich glaubt, sucht den, in den er seinen Glauben setzt, besser zu erkennen und das von ihm Geoffenbarte besser zu verstehen.“ (Katechismus der Katholischen Kirche, 158.). Verstehen und auch glauben setzen so ein Nachsinnen voraus.

Maria ist uns darin Vorbild und Mutter im Glauben. Von ihr wird uns gesagt: „Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.“ (Lk 2,19). Im Monat Mai dürfen wir uns ihr ganz besonders anvertrauen. Gerade jetzt in der Vorbereitungszeit auf das kommende Pfingstfest dürfen wir in „die Schule Mariens“ gehen. Es ist ein Warten an der Seite Mariens im Zönakel auf das Kommen des Heiligen Geistes, der uns in die „ganze Wahrheit leiten“ will (Lk 16,13).

„Wie gut ist es, mit Maria zu sein, wenn man den Heiligen Geist empfangen möchte!“ (Franz von Sales). Nutzen wir diese Zeit zur Vorbereitung auf die Sendung des Heiligen Geistes mit seinen Gaben: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht.

An der Seite Mariens dürfen wir in diesen Tagen der Pfingstnovene zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten immer wieder bitten: „Komm, Heiliger Geist!“

Ihnen allen einen schönen Sonntag!

Ihre

Sabine Staab, Sozialpädagogin

 

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